Kategorie: Allgemein

Kreislauf der Tiere

Kreislauf der Tiere

Es ist ein Kommen und Gehen bei uns in der Bergerau. Für einen Teil sind wir selbst verantwortlich, den anderen Teil fordert die Natur für sich in diesem Fall der Fuchs.

Von unseren zwei gesperberten Hennen hat sich der Fuchs eine geholt und an ein paar Stellen Richtung Waldrand Federbüschel zurückgelassen. Auf diese Weise konnten wir überhaupt rekonstruieren, was wohl geschehen ist. Die anderen Hennen haben sich davon nicht beeindrucken lassen und sind weiter auf der mittlerweile abgeernteten Weide unterwegs ziemlich dicht am Waldrand bzw. dem hohen Gilbweiderich und damit in ständiger Gefahr. Gut, wem das nicht bewusst ist – und wir können angesichts unseres alten Hundes ohnehin nichts ändern.

Es wird wohl nicht die letzte Henne gewesen sein, die wir an unsere tierischen Nachbarn im Nationalpark abtreten müssen. Der Habicht, der Marder, der Fuchs – zum Glück haben Luchs und Wolf unseren Schafen noch keinen Besuch abgestattet. Dafür aber unser Landmetzger am vergangenen Sonntag, so dass sich der Bestand von dreizehn  auf acht reduziert hat. Den „Übriggebliebenen“ ist zum Glück nichts anzumerken. Hauptsache es gibt frisches Gras und die Fliegen, Mücken, Bremsen geben kurzzeitig Ruhe.

Es hat nach langer Zeit wieder einmal geregnet. Die Schafe freute es ebenso wie die Kartoffel-Pflanzen, die ziemlich unter der Hitze und Trockenheit gelitten haben. Die Kartoffelkäfer und ihre Nachkommen haben wir hingegen immer brav abgesammelt. Unsere Erbsen werden jedoch vom kühlen Nass nicht mehr wiederbelebt werden können. Da muss ich im nächsten Jahr etwas sorgsamer mit den zarten Geschöpfen umgehen. Aber dann habe ich ja auch mehr Zeit.

Während die Hühnerschar auf fünf geschrumpft ist, ist unsere Glucke ihrer fünf Teenager schon fast überdrüssig. Als letzte Lektion stand das Schlafen auf der Stange auf dem Lehrplan.

Die Zeiten, in denen wir Haru am besten im Arm haben mussten (wer sich Silke genau anschaut, entdeckt unsere Katze), damit die Katze sich nicht an den Küken vergreift, ist zum Glück vorbei. Die Küken sind jetzt schon Teenager.

Und noch immer ist nicht wirklich auszumachen, wie viele Hennen und wie viele Hähne sich unter dem Nachwuchs verbirgt. Unser Tipp: eins zu vier. Im Idealfall vier Hennen und einen Hahn. Der dürfte dann die Nachfolge von Arnie und Louie antreten. Und Gerda, eines der Küken aus dem letzten Jahr hat sich seit gestern zum ersten Mal entschieden, die Nachfolge als Glucke anzutreten. Platt wie eine Flunder liegt sie in der Box, während sich die Teenager an der nassen Wiese erfreuen.

Von unserem Landmetzger des Vertrauens haben wir heute drei unserer Lämmer als schöne Bratenstücke, Keulen, Schlegel, Koteletts, Herz und Leber zurückbekommen. Aus dem vierten Lamm werden zahlreiche Lammwürstchen entstehen und aus dem zweijährigen Schaf, das leider auch unsere Herde verlassen musste, werden zahlreiche Portionen Gehacktes werden. Es ist zwar durchaus ein wenig traurig, aber wenn Fleisch, dann nach Möglichkeit aus dem eigenen Betrieb.

Das gilt auch für Gemüse und Beeren. Die Erdbeeren sind aus dem Garten direkt in den Mund gewandert. Dieses Jahr waren es reichlich Wilderdbeeren und große gezüchtete Exemplare. Der Stachelbeerstrauch trug ebenfalls viele Früchte, so dass Silke letztes Wochenende Stachelbeer-Bananen-Konfitüre eingekocht hat, während ich das Heu mit dem Holzrechen zum Trocknen wendete. Aus den dichten Johannisbeerstauden wurde Gelee.

Die verschiedenen Kohlsorten wollen hingegen einfach nicht. Und auch die Erbsen und Bohnen können wir an diesem Standort nicht einfach sich selbst überlassen. Da bedarf es im nächsten Frühjahr etwas mehr Planung und Pflege. Jedes Jahr aufs Neue aber durchaus mit einem Mehr an Erfahrungen.

 

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Erster Ausflug der Küken

Erster Ausflug der Küken

…unter den strengen Augen der Glucke geht es aus über die Schwelle aus dem Stall hinaus in die Sonne. Fünf unterschiedliche Küken sind vor gut drei Wochen geschlüpft und alle wirken mittlerweile ziemlich munter. Ohne ihre Glucke gehen sie aber keinen Schritt, und die ist zurecht wachsam. Denn der Falke, der Habicht, Haru (unsere Katze) und auch die anderen Hennen haben es durchaus auf den Nachwuchs abgesehen. Diesen Augen entgeht zum Glück nichts.

Da hat der Turmfalke keine Chance, der sich unseren Bergahorn als Aussichtspunkt erkoren hat. Während rund herum alles grünt und blüht, scheint dem Bergahorn sein Platz nicht sonderlich zuzusagen. Die Spitze ist während der langen Trockenperiode im Frühling verdurstet, und auch sonst wollen die Äste und Blätter einfach nicht wachsen. Dafür sind die Küken für ihr Alter von drei Wochen schon ordentlich groß. Das und ihr Verhalten lässt vermuten, dass zumindest zwei Hähne bei unserem fünf-köpfigen Nachwuchs dabei sein dürften.

Nach dem Schlüpfen war es unter den Federn der Glucke sicher und warm. Wenn man zu Besuch in den Stall kam, um das Futter nachzufüllen, ploppte irgendwo aus dem schwarzen Gefieder erst ein dann zwei oder mehrere Köpfe auf, so dass wir zu Beginn gar nicht so genau wussten, wie viele Küken denn nun wirklich geschlüpft sind. Mittlerweile ist es klar: ein helles, ein graues und drei schwarz-gemusterte.

 

Mit zunehmenden Alter traut man sich auch ein wenig weiter weg, um bei drohender Gefahr oder dem aufmunternden Ruf der Glucke den Turbo einzuschalten und in „Kükenzahn“ herbeizueilen.

Nach den Wochen auf dem Nest und ohne die Abwechslung draußen musste die Glucke zuerst einmal ein ausführliches Sandbad nehmen. Das ist zwar für das flauschige Gefieder der Kleinen noch nicht nötig, aber Lernen durch Nachahmen ist die Devise, bis irgendwann die Glucke beschließt, wieder ihrer eigenen Wege zu gehen.

 

Wegen Haru, die mittlerweile schon einen kleinen Vogelschwarm auf dem Gewissen hat und Teile von ihnen zur Begutachtung in der Scheune zurückgelassen hat, lassen wir die Glucke mit ihren Küken nur unter Aufsicht aus ihrem Stall. Auf diese Weise können wir auch die Leit-Henne in Schach halten, die sich mit Krawall-Susi (unserer Glucke) bereits ein Fernduell geliefert hat – getrennt nur durch den Maschendraht an unserer Tür. Irgendwann müssen es die Damen aber ausfechten, damit die Rangordnung geklärt ist und wieder Ruhe einkehren kann.

Ruhe kehrt bei den Schafen nur dann ein, wenn wir ihnen ein frisches Stück Grün abgesteckt haben. Dann sind sie beschäftigt und können kurzzeitig das Gesumme um sie herum vergessen. Dieses Jahr gibt es deutlich mehr Fliegen als in den Jahren zuvor. Auch die Ross- oder Rinderbremsen haben merklich zugenommen und nehmen in Ermangelung anderer Wirbeltiere gerne mit den Schafen vorlieb. Wenigstens schützt die Wolle den größten Teil des Körpers. In einem Monat werden wir wohl mit unserem Schlachter einen Termin ausmachen müssen, so leid es uns auch immer tut.

Es donnert und blitzt mal wieder, aber Regen will nicht fallen. Da vor drei Wochen der Blitz in unsere Telefonleitung eingeschlagen und sowohl die Buchse als auch den Router beschädigt hat, wird jetzt immer brav der Stecker gezogen – sofern wir zugegen sind. Zwei Wochen waren wir mal wieder ohne Telefon und Internet, ehe der Techniker einen Termin frei hatte. Auf diese Weise kamen immerhin unsere noch immer reichlich vorhandenen, analogen Bücher zum Einsatz. Jetzt kann wieder gesurft werden bis zum nächsten Malheur, das ich dann hoffentlich selbst beheben kann.

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Nach getaner Arbeit

Nach getaner Arbeit

Die letzten Tage hat die Sonne und das warme Wetter den Schnee dahin schmelzen lassen. An der Nordseite unseres Hauses ist nur mehr ein kleiner, (gar nicht) trauriger Rest übrig. Ich bin heute zum ersten Mal wieder zur Waldhausreibe unterhalb des Lusen gejoggt. An geschützten Stellen hatten sich die Buchenknospen schon ein klein wenig geöffnet und ließen ein zartes Grün erahnen. Allerdings musste ich auf dem letzten Kilometer noch einige Schneefelder in Kauf nehmen und teilte mir von dort nach Waldhäuser die Schnee-bedeckte Straße mit einer großen Zahl Ausflügler vor allem aus der Region. Jeder von uns dachte sich wohl, dass er den frühlingshaften Lusen nach dem Osterrummel wieder für sich haben könnte. Zurück in der Bergerau ging es an den zweiten Teil der letzten verbliebenen Aufgabe, die zahlreich an unserer Aufgaben-Tafel prankten; das zweite Tor basteln für unseren Garten vor dem Haus.

Der Gegensatz zu unserem schiefen Zaun könnte nicht größer sein. Aber die Hühner müssen jetzt endlich draußen bleiben, und wir können nächstes Wochenende auch hier Kartoffeln einpflanzen. Das Beet, das wir in den letzten drei Jahren der Feuchtwiese abgetrotzt haben, ist schon mit Saatkartoffeln gefüllt. Zugegeben: es ist noch etwas früh, aber das Wetter mit den milden Temperaturen tagsüber (nachts hatte es durchaus noch knapp unter Null) waren einfach zu verführerisch. Der Salat, die Radieschen und die Karotten wachsen im Gewächshaus fleißig und die erste Sauerampfersuppe gab es am Samstag.

Nach getaner Arbeit – im Hintergrund der Kartoffelacker und das neue Stück Wiese für die Schafe

Auch die Schafe dürfen bereits auf die Weide, obwohl sie sich von der Höhe des Grases noch wenig begeistert zeigen. Nur Heu reicht ihnen allerdings auch schon nicht mehr. Und so ist bei jeder Gelegenheit das Bäh zu hören, sobald sie unserer ansichtig werden.

Bereits am letzten Wochenende haben wir erfolgreich die Quelle wieder belebt. Im Herbst war der stete Strom versiegt. Nachdem wir den schweren Betondeckel zur Seite geschoben hatten, war klar, dass wir unten am Schacht-Ende wohl einmal das Gestrüpp beseitigen müssen. Dazu hatte ich im Herbst aber keine Lust mehr und der frühe Schnee bot eine gute Entschuldigung. Dafür musste ich jetzt im Frühjahr trotz der trockenen Tage zuerst mühsam das Wasser abschöpfen, um dann mit der Leiter nach unten zu klettern. Der Schlauch, der kurz vor dem Boden des Betonschachtes aus der Wand kommt und gut fünfzig Meter zu unserem Beton-Becken vor dem Haus führt, war von einem dicken Wurzelwerk verstopft. Einmal den Pfropfen entfernt, fließt das Wasser wieder.

Während wir unser Haus und den Garten auf Vorderman bringen, ist auch der Schwarzspecht nicht faul. Zielsicher hat er sich einen bereits recht schütteren Baum herausgesucht, der neben den im Holz enthaltenen Käfer-Leckereien wohl sein neues Zuhause werden soll. Anders kann ich mir diese Bauwütigkeit nicht erklären. Und das ist nicht das einzige Loch in einem Baum. Bei unseren Spaziergängen mit Hanabi können wir immer wieder in das Innere einer beeindruckend hohen Fichte schauen. Der kleine Kollege Buntspecht dagegen sitzt lieber jeden Tag faul in unserem alten Holunderstrauch und nimmt sich die Meisenknödel vor.

 

Heute Abend, wenn ich meine Sachen gepackt habe für den dreitägigen Aufenthalt als Gast in München, wird die Aufgaben-Tafel abgewischt. Die neuen Puzzle-Dinge in und ums Häuschen allerdings sind schon besprochen und werden dort als Erinnerung angeschrieben, um sie dann Stück für Stück abzuarbeiten. Ganz nach dem Motto: es gibt viel zu tun …

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Frühlingssonne

Frühlingssonne

Haru in der Frühlingssonne auf ihrem Lieblingskratzbaum

Jetzt ist auch bei uns der Schnee auf dem Rückzug. Die Wiesen rund ums Haus sind endlich schneefrei (fast – da auf der Nordseite angesichts der Dachlawinen ein hartnäckiger Schneeberg den warmen Temperaturen trotzt und auch vor den Solarpanelen dank der Strom-Notwendigkeit noch ein kleiner Rest übrig geblieben ist). Was die Frühlingsblumen angeht, so ist die Auswahl noch ziemlich bescheiden, und die kleinen Ansammlungen in der derzeit trockenen Erde machen wenig her. Aber mangels Alternativen  werden die Krokusse von Wildbienen und Hummeln häufig frequentiert. Allerdings fällt es den großen Hummeln nicht ganz so leicht mit ihren Flügeln und dem pelzigen, dicken Körper durch den Maschendraht hindurch zu fliegen.

Als Schutz vor unserer Hühnerbande gedacht erfüllt der Zaun nur zum Teil seinen Zweck. Denn die Rasselbande mit den Riesen-Füßen läuft auch auf dem Draht entlang, um im Boden nach dem ein oder anderen Grün zu picken. Immerhin können sie so nicht scharren.

Das haben sie dafür im Gemüsegarten ausführlich getan – in diesem Fall sehr zu unserer Freude. Denn dort dürfte kein Schneckenei unentdeckt geblieben, der Boden gut gedüngt und die Erde gelockert sein. Jetzt wird es Zeit, die auf acht Hennen und einen Hahn geschrumpfte Schar auszusperren und sich ans Einpflanzen zu machen. Vielleicht gleich an diesem Wochenende. Denn das Wetter verspricht durchaus eine sommerliche Anmutung, auch wenn es heute Nacht noch einmal minus ein Grad kalt war.

Im Gewächshaus kommen tatsächlich die ersten Pflanzen. Karotten, Salat und Kohl ist angedacht. Mal sehen, was daraus wird. Die Saatkartoffeln sind nach meinem Faux-Pas notgedrungen auch wieder vom Bioversand bei uns eingegangen. Die Frage bleibt allerdings noch, ob wir uns schon jetzt an die Fruchtfolge halten wollen oder dieses Jahr als Starttermin wählen, nachdem der von uns angelegte Acker zwischen Wiese und Grundstück erst im letzten Herbst dank der Schafsmatte zu seiner eigentlichen Bestimmung gefunden hatte.

Die Schafe meiden die Sonne angesichts ihres dicken Pelzes. Es dauert nicht mehr lang und der Schafscherer kommt

Das Geblöcke der Schafe lässt klar erkennen, dass sie langsam ihres Stalldaseins überdrüssig sind. Noch reicht das Heu, aber die vom Schnee befreiten Flächen üben eine große Anziehungskraft aus, obwohl noch kaum frisches Grün gewachsen ist. Auf der anderen Seite sind sie angesichts ihres dicken Winterfells wenig geneigt, sich allzu lange in der Sonne aufzuhalten – es sei denn es besteht die Chance, dass es etwas zu fressen gibt.

Über Ostern haben wir den Wohnungsbestand aus Unterschleißheim hierher gebracht und sind noch immer dabei, die alten/neuen Möbelstücke in unseren Hausstand zu integrieren. Nach vier Jahren hat die Übergangszeit in Unterschleißheim, die uns nach der Rückkehr aus Japan einen erträglichen Wiedereinstieg ermöglicht hat, ein Ende gefunden. Auch die Zeit in der BR-Zentrale wird wohl nur noch bis Mitte des Jahres auf reduzierter Basis dauern. Es ist an der Zeit, komplett und gemeinsam den Lebensmittelpunkt hier in der Bergerau zu finden.

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Der erste Frühlingshauch

Der erste Frühlingshauch

Heute erreichten auch bei uns im Kälte-Tal der Berger-Au die Temperaturen erstmals zweistellige Werte. Blauer Himmel war zwar nur zwischendurch zu sehen, aber der Wind wehte einen warmen Frühlingshauch ums Haus und die Helligkeit verhalf der Solaranlage die Batterie auf 100 Prozent zu bringen trotz eingeschalteter Heizungen. Das Gefühl der Erleichterung ist kaum zu beschreiben, dass bei uns vorherrscht, seitdem die Schmelzsicherungen ausgetauscht und die Solaranlage auch tatsächlich wieder Strom liefert.

Die Hühner nutzten die wärmende Hausmauer, um sich in der Sonne und der vermeintlichen Sicherheit von ihrem Schreck zu erholen. Vermeintlich deshalb, weil gestern der Habicht direkt an der Hauswand zwischen unserer Terrasse und dem Eingang zum Hühnerstall, sich aus der Luft ein Huhn gegriffen und es auf den Boden gedrückt zu rupfen begonnen hatte. Dann machte Louie immerhin einen solchen Lärm, während er sich unter unserer Bank auf der Terrasse versteckte, dass wir die Balkontür öffneten und der Habicht ohne sein Opfer davon flog. Zwei Hühner hatten sich in den Stall geflüchtet, die restlichen unter die Terrasse. Es wirkt aber so, als ob keines der Tiere bleibende Schäden davon getragen hat.

Frühling bedeutet auch, dass wir endlich mit der Aussaat beginnen können. Im Gästezimmer stehen schon die kleinen Töpfen mit Anzuchterde und jeweils einem Samenkorn. Mal sehen, ob der Blumenkohl dieses Mal etwas wird.

Auch im Gewächshaus habe ich angesichts des verlockenden Wetters den Boden bereitet – oder besser wieder zusammengerecht, nachdem die Hühner ausführlich im Gewächshaus herumgescharrt hatten. Ich denke, die Erde ist reichlich gedüngt und müsste einen guten Ertrag bringen. Wenn der asiatische Salat Mizuna so schnell wächst wie die vergangenen Jahre, dann steht bald wieder etwas aus dem eigenen Garten auf unserem Speiseplan.

Die Hühner haben alles umgegraben und alle Ameisen beseitigt

Mit unserer Kartoffelernte bin ich leider etwas zu sorglos umgegangen. Bis in den Januar hinein konnten wir mit den Knollen aus unserer Erde, die in der Speisekammer lagerten, gut auskommen. Dann habe ich den ersten von vier weiteren Säcken aus der Scheune geholt. Nach einem Monat war auch dieser leer, aber Nachschub war nicht mehr zu bekommen. Denn der tiefe Frost Mitte Februar hatte alle Kartoffeln in der Scheune zu Eis werden lassen. Mit steigenden Temperaturen verwandelten sich die harten Brocken in eine weiche, schwarze Masse. Damit war dieser Teil der letztjährigen Ernte nur noch für den Kompost geeignet. Schade. Aber es soll mir eine Lehre sein. In den kommenden Monaten werde ich mich endlich mit dem Keller beschäftigen, der frostfrei zu sein scheint, auch wenn er ansonsten nicht gerade einladend ist.

Angesichts der vielen Mäuler, die es mittlerweile im Schafstall zu stopfen, gilt, sind wir nicht mehr ganz so sicher, ob das Heu oberhalb des Stalls und in der Scheune wirklich ausreichen wird. Denn noch liegt viel Schnee ums Haus. Glücklicherweise sind allein heute sicher zehn Zentimeter hinweg geschmolzen. Es besteht also Hoffnung, dass sich irgendwann das Grün durchsetzt und die Schafe wieder selbst ihr Futter suchen können.

Bis dahin heißt es für uns, durch Pfützen und Seen zu fahren, zu waten oder den Hund hinüber zu tragen. Auch Haru hat wenig für dieses nasse Element auf dem Boden übrig. Dafür um so mehr für ein warmes, sonniges Plätzchen.

Der letzte Spaziergang mit dem Hund gerade eben bei schon schummrigen Licht lässt vom Frühlingshauch kaum mehr als eine Erinnerung. Es wird schon wieder zapfig im Tal der kleinen Ohe.

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Winter-Lämmer

Winter-Lämmer

…bei uns in der Bergerau ist immer noch richtiger Winter, auch wenn ich dieses Mal kein Beweisfoto an den Anfang stelle. Es sind zwar nur noch dreißig Zentimeter, die rund ums Haus die Felder bedecken, aber mit den jüngst gefallenen fünf Zentimeter, die auf den Ästen der Bäume rund um unser Grundstück liegen geblieben sind, sieht es wieder so aus wie in den vorangegangenen Beiträgen. Und ordentlich Langlaufen kann man auch.

Immerhin geht die Sonne schon etwas früher auf und hält dann auch etwas länger durch. Ich bin nun mal ein Frühaufsteher und zufrieden, wenn ich mit Hanabi in aller Frühe unseren Morgenspaziergang absolvieren kann.

Dann darf unser alter, fast 16-jähriger Hund auch gerne wieder unter der Decke auf dem Sofa schlafen. Aus meiner Sicht ist es daher nur zu begrüßen, dass das EU-Parlament der Kommission den Auftrag erteilt hat, die Abschaffung der Sommerzeit zu prüfen. Nur wie so oft dauert es extrem lange, etwas Eingeführtes wieder abzuschaffen – wenn es denn überhaupt gelingt.

Die länger werdenden Tage kann ich erst seit gestern wieder genießen. Denn seit gestern funktioniert unsere Solaranlage wieder. Es besteht Grund zur Hoffnung, dass tatsächlich nur die Schmelzsicherungen im Sunny Island Charger defekt waren. Ein netter Mitarbeiter der Firma Triathlon hat unter großem Gemurre der zentralen Disposition unserer Batterie einen einwandfreien, wenn auch ziemlich schwachen Zustand attestiert. Folglich haben wir den Diesel-Generator gleich für mehrere Stunden täglich laufen lassen.

Da die Schmelzsicherungen nicht leicht zu beschaffen waren – wenn einmal der Wurm drinnen ist, dann frisst er sich durch (und verwandelt sich am Ende hoffentlich in einen Schmetterling) -, hatte der Diesel ausreichend Zeit, die Batterie zumindest wieder auf über 70 Prozent ihrer Kapazität zu laden. Denn eine zu niedrige Batterie kann auch eine Ursache sein für das Durchschmelzen der Sicherung. Gestern waren die Schmelzsicherungen geliefert worden, und ich habe die Sunny Island Charger vorsichtig aufgeschraubt und jede Einzelne noch vorsichtiger in ihren Schlitz geschoben, um nach jedem Vorgang zuerst wieder alle Sicherungen einzuschalten und gespannt auf die Anzeige zu starren, ehe die nächste an ihren Platz kam. Angesichts der Wolken veränderte sich die Anzeige nicht gravierend, aber sie bewegte sich von einem Verbrauch um die 1,5 Ah hin zur Ladung von 3,5 Ah und am Ende auf über 6 Ah. Und dieser Zustand hält auch heute noch an. Das Leben auf dem Land ohne Anschluss an das ansonsten allumfassende Stromnetz macht wieder Spaß.

Eigentlich wollte ich ja diesen Beitrag ganz unserem Nachwuchs auf der kleinen Farm in der Bergerau widmen, aber die Sache mit der Solaranlage war die letzten zwei Monate so dominierend, dass die Erleichterung erst einmal hinaus und aufs virtuelle Papier musste. Unseren Schafen war die Sache mit dem Strom herzlich egal. Für sie zählt nur, ob noch genügend Heu im Stall vorhanden ist. Überraschenderweise sieht es so aus, als ob wir mit unserer Ernte aus dem letzten Jahr tatsächlich hinkommen werden. Die Scheune ist noch voll und ich muss wohl erst nächstes Wochenende von den Brettern über dem Schafstall die zweite Lage Heu nach unten holen.

Haben die Mütter genügend zu essen, geben sie auch ausreichend Milch. Und so sind unsere vier Weihnachtslämmer schon ordentlich gewachsen. Mit der krauseligen Wolle, ihrerNeugierde und den Lämmersprüngen sind sie einfach zu niedlich.

Vor drei Tagen ist Lamm Nummer fünf auf die Welt gekommen und wirkt neben den älteren Geschwistern klein und wackelig. Dabei ist die Kleine für ihr Alter extrem munter. Die gerade einjährige Mutter scheint ihre Sache instinktiv richtig zu machen. Ein anderes einjähriges Schaf hat einen extrem dicken Bauch, so dass sicher in den nächsten Tagen noch ein weiteres Lamm das Licht unseres kleinen Bauernhofs erblicken wird. Auch dann dürfte das Heu wohl reichen. In den schlauen Büchern zur Schafhaltung stand zwar zu lesen, dass die Lämmer erst nach ein, zwei Monaten Heu fressen, aber unsere sind schon jetzt dabei, ihre Köpfe tief in die Raufe zu stecken und im Anschluss mit den kleinen Mäulern die Halme eingeweicht wiederzukäuen – allerdings in deutlicher höherer Frequenz als ihre Mütter, was ziemlich putzig aussieht. Mal sehen, wann unsere Schafherde zum ersten Mal in diesem Jahr dem frischen Grün zu Laibe rücken kann.

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Winter Nachtrag

Winter Nachtrag

…jetzt ist die Schneehöhe auf über einen Meter gestiegen, und es soll in der Nacht wieder schneien. Immerhin sind die Langlaufloipen wieder gut zu befahren und bieten eine willkommene Abwechslung zu den Winter-Jogging-Strecken. Dafür hieß es auch heute: Schneeschaufeln am Morgen und am Nachmittag. Die Schneeberge rund um die Garagen überragen das Auto bei der Ein- und Ausfahrt. Noch können wir aber mit Hilfe des Traktors ein wenig Platz schaffen.

In den kommenden Tagen soll etwas wärmer werden, und wie schnell der Regen die Schneemengen zum Schmilzen bringen kann, haben wir bereits einmal in der Woche nach Neujahr erlebt. Das heißt allerdings auch, dass wieder die Schneemassen von den Haus- und Garagendächern mit lauten Getöse herabfallen werden und wir mühsam die Wege wieder freiräumen müssen. Nicht weniger mühsam war es, die Solarzellen auf dem Garagendach vom Schnee zu befreien, aber nur so kann der Elektriker hoffentlich am Dienstag die Solaranlage wieder in Gang bringen. Denn irgendwann wird die Sonne wieder scheinen.

Hanabi ist alles recht, so lange sie auf einem Schaffell in der Nähe des Küchenofens satt und zufrieden schlafen darf. Es sei ihr mit ihren fast 16 Jahren gerne vergönnt. Für Haru haben wir die Scheunenauffahrt entlang einen Weg freigeschippt, da sie auch im Winter auf Mäusejagd gehen will.

 

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Wieder Winter

Wieder Winter

Deja-vu. Die Landschaft rund ums Haus sieht wieder so aus wie Anfang Dezember. Und als täglicher Frühsport stand Schnee schaufeln auf dem Programm. Dabei hatten die letzten Wochen durchaus die Hoffnung keimen lassen, dass der Frühling 2018 bereits im Februar beginnen könnte. Danach sieht es derzeit nicht aus.

Allerdings sind die Temperaturen bisher verhältnismäßig mild geblieben. Nur in ein, zwei Nächten ist das Thermometer auf acht oder neun Grad minus gefallen. Einheizen müssen wir trotzdem mit Pellets, Holzscheiten oder Gas. Denn das Haus kühlt einfach schnell aus. Das merken wir besonders dann, wenn unser Waidlerhäuschen für ein paar Stunden für sich ist, weil Silke in der Berufsschule oder dem Pflegeheim und ich in München beim BR bin. Dann ist es schwierig, die Zimmertemperatur zumindest in ein, zwei Räumen auf ein erträgliches Maß zu bringen. Dafür sieht die Landschaft in weiß gehüllt extrem reizvoll aus und all die Geräusche werden um etliche Dezibel leiser.

Nachdem der Schnee in den ersten Tagen des neuen Jahres fast vollständig geschmolzen war, haben sich nun wieder 70 Zentimeter angesammelt. Und die Vorhersage lässt vermuten, dass der Meter bald voll sein dürfte. Zum Glück sind die Schneeladungen bereits mit lautem Getöse vom Haus- und Scheunendach heruntergerutscht. Haru was not amused und versteckte sich erst einmal außerhalb. Mittlerweile hat sich unsere Katze wohl an den Winter-Krach gewöhnt. Denn die Dachlawinen haben bereits wieder angefangen zu fallen und heute morgen war Haru trotzdem gleich zur Stelle, als es ums Futter ging.

Als die nasse Schneeladung von den Garagen krachte, bildete sich ein kleiner Wall vor den Toren. Silke konnte nur mit viel Muskelkraft den Weg für unsere zwei Autos freiräumen, ehe ich mit schwerem Gerät (vor allem der Erd-/Schneeschaufel hinten am Traktor) die Hügel einzuebnen vermochte. Die Schneehaufen vor den Garagen zwingen uns mittlerweile dazu, ganze Schneeladungen auf die andere Seite der Straße zu kippen. Zum Glück haben wir den Platz. In Altschönau ist es neben der Straße angesichts der Schneeberge ziemlich eng.

 

Die Hühner finden die weiße Pracht wenig erbaulich, hatten sie doch schon im Gewächshaus und an den frei geschmolzenen Stellen in unserem Gemüsegarten eifrig gescharrt, die Schneefreie Zone genossen und hoffentlich alle Schneckeneier vertilgt. Jetzt geht es für das Federvieh erst einmal wieder nur entlang der frei geschaufelten Bahnen rund ums Haus auf Spaziergang. Die zwei alten Hennen watscheln manchmal mit und sind trotz akutem und anhaltenden Schluckauf überraschend munter.

Die Eier-Produktion haben die jüngeren auch wieder aufgenommen, so dass im Küchenofen nicht nur Wärme sondern auch regelmäßig Kuchen entstehen kann. Von den eigenen Kartoffeln gibt es noch reichlich und der Vorrat an Lammfleisch in den Tiefkühltruhen ist zwar merklich kleiner geworden, aber noch haben wir genug zu essen. Und für Nachschub ist ohnehin schon gesorgt. Unseren Schafen ist das Wetter relativ egal, auch wenn sie keine große Lust haben durch den Schnee zu stapfen. Es macht ihnen aber auch nichts aus, im Stall zu stehen, solange sie ausreichend Heu vorgesetzt bekommen. Wenn nicht, dann erfolgt ein lautes „Bäh“.

Vor vier Tagen ist noch ein Lamm hinzugekommen: ein Lamm-Mädchen. Damit sind es jetzt vier kleine Lämmer, die bereits mit den Alten am Heu zupfen. Die Milch ihrer Mütter wird aber noch klar bevorzugt.

Wahrscheinlich wird zumindest ein Schaf noch lammen, vielleicht sind sogar die zwei Einjährigen trächtig. Dann wäre unsere Herde den Frühling und Sommer über wieder ziemlich groß. Die Gedanken kreisen bereits um die anstehende Aussaat und die Frage, wo dieses Jahr Kartoffeln angepflanzt werden können und was sonst noch wachsen soll. Es ist schön zu wissen, dass ich dafür, so wie es aussieht, in den kommenden Monaten mehr Zeit haben werde. Aber natürlich muss dafür vorher der Schnee verschwinden.

Unsere Solaranlage liefert übrigens immer noch keinen Strom – und das nicht nur, weil die Sonne in den vergangenen zwei Monaten so gut wie nicht zu sehen war. Dafür weiß ich jetzt, wie man eine Kippsicherung austauscht. Den Sinn der einzelnen Geräte (Wechselrichter, Charger) und die Verbindungskabel kann ich auch einigermaßen nachvollziehen. Zur Lösung unseres Problems hat dieses Verständnis allerdings nicht beigetragen. Die Solarmodule wollen ihren produzierten Strom einfach nicht weitergeben an die Batterie oder unseren Haushalt. In der Folge dieses Rätsels läuft der Diesel-Generator täglich, kam der Heizöl-Lieferant bereits zum Nachfüllen und standen schon zwei Elektriker ratlos vor unserer Anlage, während ein Fachmann aus der Gegend für länger krank geschrieben ist. Jetzt muss uns eine größere Firma aus Regensburg helfen, die hoffentlich am Dienstag kommt und das Problem beseitigt. Denn irgendwann wird wohl auch mal wieder die Sonne scheinen.

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Es ist ein Lamm geboren

Es ist ein Lamm geboren

Schafstall an Weihnachten

…eigentlich sind es ja zwei und die kamen schon am 22.12. – aber alles andere erinnert schon sehr an Weihnachten; nicht unbedingt an das christlich-historische, denn der Schafstall im Jahre 0 unserer Zeitrechnung war ja angeblich eine Höhle und Schnee gab es im damaligen Bethlehem sicher auch nicht; das Bild mit Schaf, Esel, Krippe, Maria und Josef im winterlichen Schafstall hat sich jedoch bei uns durchgesetzt.

 

Schnee gibt es noch in der Bergerau. Aber auch wir haben seit drei Tagen Plus-Grade, so dass die Schicht von knapp einem Meter auf nur mehr zwanzig Zentimeter zusammengesunken beziehungsweise hinweg geschmolzen ist. Immerhin kann man jetzt wieder mit Gummistiefeln und Hanabi durch den Wald stapfen, ohne dass einem der Schnee in den Schaft hinein fällt.

Da im Laufe der Zeit immer wieder Schnee vom Dach gerutscht ist, hat sich vor dem Hühnerstall eine kleiner Berg entwickelt. Den frei geschippten Weg rund ums Haus benutzt das liebe Federvieh allerdings gern – und hinterlässt überall seine Haufen. Wer wollte bloß Hühner;-)

Ansonsten geht das Leben seinen schon fast gewohnten Gang: Frühschicht im Pflegeheim für Silke, da in diesem Monat Praxis und erst im nächsten wieder Schule ansteht; das bedeutet aufwachen um vier Uhr. Tiere versorgen am Morgen (Hund, Katze, Hühner, Schafe), Haus und Kochen sind derzeit meine Aufgaben kombiniert mit Langlaufen oder Joggen; der Haushalt wird gemeinsam gestemmt und die Besuche bei den Lämmern natürlich auch.

Der einzig warme Platz denkt sich Hanabi

Mit den Hühnern geht es dann meist ins Bett – vielleicht doch ein bisschen später. Denn Louie und seine Damen sitzen angesichts der Kürze der Tage schon um 17 Uhr auf der Stange. Hanabi hat sich auf jeden Fall auch tagsüber den wärmsten Platz ausgesucht. Im Alter braucht man Wärme, Fressen, Zuneigungen und vor allem seine Ruhe.

 

Weihnachtstisch

Ein bisschen Weihnachten mit einem Geschenktisch gibt es bei uns übrigens auch.

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Winterlandschaft Mitte Dezember

Winterlandschaft Mitte Dezember

Die längst Nacht des Jahres steht uns noch bevor. Doch schon jetzt sind es 50 Zentimeter Schnee, der sich rund ums Haus angesammelt haben. Das sieht zwar schön aus, ist aber mit viel Schneeräumen verbunden. Und ohne unseren Traktor, also die diesel-betriebenen Hilfsmittel, wäre es unmöglich, den Weg bis zur Straße frei zu bekommen. Es sind gut 50 Meter, die vom Schnee befreit werden müssen, damit Silke zu ihrer Arbeit im Pflegeheim oder der Pflege-Schule kommt und ich nach München zum BR.

Wenn am 21. Dezember nach dem Kalender der Winter beginnt, wird die Schneehöhe wohl weiter angewachsen sein. Zum Glück haben wir Platz vor den Garagen, um die Schneemassen an die Seite schieben zu können. Allein das Schneeschild an der Vorderseite unseres Traktors reicht dafür nicht mehr aus. Mit Hilfe der Schaufel, an der Rückseite des Traktors angebracht, müssen die Schneeberge an die richtige Stelle transportiert werden. Dann hat auch Haru (Frühling) wieder eine Chance durch den Schnee hinaus ins Freie auf Mäusejagd gehen zu können.

Die Loipen sind alle gespurt, aber Joggen ist nur mehr eingeschränkt möglich. Nach drei Wochen krankheitsbedingter Pause musste es dennoch sein. Die schmale Straßenmitte, die der Schneepflug frei geräumt hat, müssen sich Hundebesitzer mit Spaziergängern (Joggern) und den Autos teilen.

Die „Vor-Winterzeit“ bringt Ruhe mit sich. Der Schnee zwingt die Waldarbeiter mit ihren Motorsägen zu pausieren und dämpft die Geräusche der vorbeifahrenden Autos, die angesichts der Straßenverhältnisse tatsächlich langsamer fahren. Urlauber sind in dieser Zwischenzeit ohnehin nicht da. Allein wir durchbrechen die Stille einmal am Tag für eine gute Stunde. Dann nagelt unser Diesel, um Strom in die Batterie zu leiten und die Waschmaschine zum Laufen zu bringen. Denn mit Solarstrom ist gerade kein Staat zu machen und Strom aus der Steckdose gibt es ja bei uns nicht. Ohnehin hat der Laderegler wohl einen Kurzschluss zuviel abbekommen – unserer Laienmeinung zufolge. Einen Experten für Solar-Insellösungen zu finden (im Idealfall hier in der Nähe auf dem Land) ist schwierig und einen Termin auszumachen noch schwieriger. Nächste Chance 9. Januar 2018. Bis dahin muss ich mir immerhin keine Gedanken über den Schnee auf den Solarmodulen machen. Das ist aber auch der einzige Vorteil.

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