Kategorie: Allgemein

Das Erbe der Eisheiligen

Das Erbe der Eisheiligen

Nein, das ist kein Herbstbild vom Parkplatz Waldhausreibe unterhalb des Lusen. Die Eisheiligen sind zwar vorüber, aber ihre Hinterlassenschaften werden uns wohl noch eine zeitlang (wenn nicht den ganzen Sommer) erhalten bleiben. Während es bei uns im Tal in den Nächten der Eisheiligen mit einem Grad knapp oberhalb des Gefrierpunktes geblieben ist, erstarrte das Wasser in den jungen, frischen Buchentrieben ab 1100 Meter Höhe zu Eis. Ein paar Tage später sieht der Buchenwald unterhalb des Lusen-Gipfels aus wie im Herbst. Viele Buchen haben komplett ihr Laub an den Frost verloren. Bei anderen sind es nur einzelne Äste, deren Blätter braun geworden sind und sich zu Staub zerkrümmeln lassen. Manchmal sind auch nur die Spitzen der Buchenblättchen braun geworden und der Rest erinnert noch neongrün daran, wie es eigentlich aussehen müsste.

Der Weg von Waldhäuser zur Waldhausreibe ist zwar immer noch schön, aber es erinnert wenig an Frühling. Seitdem wir hier wohnen, hat es das schon ein-, zweimal gegeben, aber die Frostschäden waren lokal. Einige Bäume haben im Laufe des Sommers neue Blätter gebildet, andere mussten mit dem spärlichen Laub auskommen. Ich bin gespannt, wie es dieses Jahr angesichts der flächendeckenen Erfrierungen ausgehen wird.

Bei uns in der Bergerau beginnt hingegen so langsam das große Wachsen. Die Kartoffelpflanzen haben ihre Frostschäden von vor zwei Wochen überstanden und Blätter nachgeschossen. Allerdings ist es unterhalb der Rasenschicht noch immer viel zu trocken.

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Blattwachstum

Blattwachstum

Mittwoch 29. April nah

Nach zwei Wochen ist es genug der täglichen Bilder. Die Buchen haben ihre Blätter (und Blüten) wieder auch dank des Regens heute. Hurra!

Mittwoch, 15.4. Nach einer kalten Nacht mit minus sechs Grad am Morgen ist es gut, dass die Buchenblättchen sich noch nicht aus ihrer schützenden Hülle herausgewagt haben. An ein, zwei Stellen schimmert es allerdings schon zart grün.

Jenseits unseres Kältlochs in der Bergerau sind die Buchenblätter schon ein bisschen weiter. Bisher ist es in diesem Jahr ähnlich trocken wie im letzten Frühjahr. Dann wollen wir mal sehen, wann die Blättchen zu Blättern werden. Aufnahmen von 12 Uhr mittags mit Beginn am 15. April. Allerdings nicht ganz aus dem gleichen Blickwinkel, denn ich brauche mein Smartphone auch noch für andere Dinge;-)

Trotz Sonne sind die Veränderungen kaum auszumachen. Vielleicht geht es etwas schneller mit dem Wachstum, wenn es am Wochenende tatsächlich mehr als zwei Tropfen Regen geben sollte.

Es hat übrigens nur wenig geregnet am Samstag. Aber die Buchen haben mit ihren tiefen Wurzeln noch ausreichend Nahrung und das Nass reichte um den Staub der letzten Monaten wegzuwischen. Deshalb leuchten die zarten Triebe jetzt im reinen Hell-Grün. Jenseits unseres Kälte-Tals sind die Buchenblätter übrigens schon viel weiter. Und wenn ich es nicht besser wüsste, dann würde ich diese Nahaufnahme als Blüte titulieren. Dabei sind es nur die eng zusammengepackten, haarigen Buchenblättchen.

Viel verändert hat sich in den letzten Tagen nicht, wenn ich mir die Reihe der Wochentage so anschaue. Es ist wohl einfach zu trocken, als dass es mit dem Wachstum rasch von statten gehen würde.

In der Nacht vom 23. auf den 24. April fiel das Thermometer noch einmal auf minus zwei Grad. Das Wasser im Eimer der Schafe auf der Weide war fest gefroren. Die Pflanzen haben es wohl alle überlebt, aber die Buchenblättchen wissen schon, warum sie sich so viel Zeit lassen. Die Äste oberhalb meiner Beobachtungsknospen sind übrigens schon weiter. Und die Bäume an den Hängen nach St. Oswald oder Waldhäuser sind auch schon alle neon-grün. Nur wir hier im Tal, in der Bergerau…

Blätter und tatsächlich eine Blüte

Die Tage vergehen, aber vom Wachstum der Blätter merkt man nur wenig. Immerhin ist die Blüte noch ein wenig größer geworden. Ich kann mich erinnern, dass es auch im letzten Jahr bis Anfang Mai gedauert hat, ehe die Blätter der Buchen ihre endgültige Größe erreicht hatten. Und geregnet hat es ja in diesem Jahr auch noch nicht viel. Also Geduld und weitere Bilder einstellen.

Es gibt wieder Pfützen!

Nach zwei Wochen hat es endlich geregnet (und es regnet immer noch). Das Wasser reicht zwar nicht, um dem Boden die notwendige Feuchte zurückzugeben, aber es hilft den Blättern der Buche, sich richtig zu öffnen. Nach zwei Wochen Beobachtungszeit ist es jetzt aber auch genug. Ich habe mal wieder Geduld gelernt und neben den Blätern auch auf die Blüten der Buche zu achten.

Jetzt gibt es wieder eine grüne Wand am Waldrand

Die Buchenblüten haben durch den Regen etwas gelitten. Aber es ist bald wieder Sonne angesagt… Unseren Schafen macht der Regen nicht viel aus. Die Wolle ist bei den Muttertieren schon wieder nachgewachsen und das Wollfett hält verlässlich die Nässe ab. Nur gegen die Gnitzen und Mücken haben die Schafe kein Rezept. Bisher brachten die kalten Nächte mit Minusgraden ein wenig Erholung, aber damit ist es wohl erst einmal vorbei.

Die Schafe haben sich übrigens nach dem Ende der Stallsaison von der Kleinen Ohe am einen Ende unseres Grundstücks, wo das Gras am schnellsten gewachsen ist, schon einmal zurück zum Haus gefressen. Jetzt geht es als nächstes in die Sumpflandschaft auf der anderen Seite.

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Oster-Schur

Oster-Schur

Angesichts der Temperaturen war es dringend an der Zeit. Trotz Corona-Virus ist der Schafscherer heute vorbei gekommen und hat die Muttertiere von ihrer Wolle befreit. Die Lämmer haben noch ein halbes Jahr Ruhe, ehe auch bei Ihnen die Wolle runter muss.

Danach ging es hinaus. Das frische Grün ist angesichts der Trockenheit und kalten Nächte zwar noch nicht üppig, aber ein bisschen Klee auf den Schreck hin tut gut.

Ansonsten geht alles seinen üblichen Gang hier auf unserer kleinen Farm. Den Tieren ist das Corona-Virus reichlich egal und folglich können auch wir am Rhythmus des Hundes, der Katze, der Hühner und der Schafe festhalten.

Jackson gibt die Sphinx

Frohe Ostern 2020

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Und doch noch eins

Und doch noch eins

Nichts ahnend war heute Morgen, 28. Februar, lautes, aber sehr hohes Gebähe neben all den bekannten Tönen aus dem Schafstall zu hören. Überraschenderweise stand neben Elvira ein weiteres Lamm. Klein und ziemlich wackelig hat es schon mehrmals verucht bei Mama zu trinken, aber so richtig viel Milch schient auch Elvira nicht zu geben. Wie mir scheint, hat die Kleine jedoch einen extremen Lebenswillen. Denn sie hält sich wacker auf ihren dünnen Beinen. Was die Farbe von Lamm Nr. 6 (Ellie) angeht, so bleibt Elvira das einzige, schwarze Schaf in der Familie;-) Quinta entwickelt sich zwar langsam aber stetig. Möge das auch für Ellie gelten. Wir bleiben optimistisch.

Morgen soll es übrigens zehn Grad warm werden (und damit wieder grün;-)

Der Grün-Weiß-Wechsel setzt sich übrigens fort. Gestern und heute Nacht sind über 25 Zentimeter Schnee zusammengekommen. Ich musste die Solarpanelen mehrmals und mit ziemlich viel Kraft von ihrer Schneeladung befreien. Dass der kalendarische Winter ab übermorgen (es ist Schaltjahr;-) vorbei ist, merkt man dennoch. Denn trotz Schneefalls war ausreichend Tageslicht vorhande, um die Batterie wieder etwas aufzuladen. Den Dieselgenerator haben wir schon seit einem Monat nicht mehr angeworfen – und insgesamt in dieser Saison drei Mal. Hoffentlich wird es kein weiteres Mal mehr nötig sein. Den Traktor habe ich gestern und heute aber sehr wohl gebraucht. Und so türmen sich zum zweiten Mal nach dem ersten Wintereinbruch Ende November die Schneeberge rund um unsere Einfahrt.

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Das dürften sie gewesen sein

Das dürften sie gewesen sein

Drei Mädchen und zwei Jungs – als letztes Schaf hat Hope vor zwei Tagen ihr Lamm zur Welt gebracht. Damit springen jetzt genauso viele Lämmer durch den Stall wie Schafe an den Raufen fressen. 

Quinta, die Nachzüglerin

Während die vier (Cäsar, Mavis, Denisovic und Ruby) bereits eine stattliche Größe erreicht haben, macht uns der Nachzügler noch ein wenig Sorgen. Die Mutter (Hope) scheint nicht allzu viel Milch abzugeben und so ist Quinta auch am dritten Tag recht wackelig auf den Beinen, obwohl sie ein Einzelkind ist. Silke und ich haben schon abwechselnd beschlossen, dass jetzt die Nuckelflasche herhalten müsste, um uns dann jeweils überzeugen zu können, doch noch etwas zu warten. Denn Trinken darf es bei Mama, aber es kommt wohl nicht so viel aus dem Euter wie bei den anderen Müttern. 

Bisher hatten wir aber bei jedem Wurf ein oder zwei Sorgenkinder, aus denen am Ende dann doch ein mehr oder minder stattliches Schaf geworden ist so zum Beispiel Klein-Buddy. Wir bleiben also optimistisch. Das fällt einem aber nicht immer ganz leicht. Denn die Natur hält nicht immer ein Happy-End bereit, wie Krawall-Susi, unser ältestes Huhn erleben musste. So oft ist sie dem Tod schon von der Schippe gesprungen. Dann holte sie Ende Januar doch der Fuchs.

Drei Hühner und ein Hahn auf der Stange

Vor einiger Zeit stattete der Fuchs uns wieder einen Besuch ab. Die verbliebene, kleine Hühnerschar war angesichts des wenigen Schnees auf dem Weg ins Wäldchen zwischen Schafstall und Straße. Jackson bellte auf einmal laut und anhaltend. Als ich aus dem Küchenfenster blickte, sah ich die schwarze Henne gefolgt vom Fuchs, der wiederum von unserem Hahn verfolgt wurde. Glücklicherweise bog die Henne am Gewächshaus Richtung Jackson ab. Der große Hund an einer dünnen Leine irritierte den Fuchs dann doch, so dass er (vielleicht war es auch eine sie, eine Fähe;-) vorsichtshalber bis an den Waldrand lief, um von dort die Lage einzuschätzen. Erst als ich mit Jackson an der Leine zum Waldrand lief, nahm sie reißaus. Den Federn nach zu urteilen, hat die Fähe zuerst versucht, den Hahn zu schnappen, um sich dann dem vermeintlich leichteren Opfer zuzuwenden.

Ein Hunn tanzt immer aus der Reihe

Als ich mit Jackson durch das Wäldchen patroullierte, konnte ich die zwei anderen Hennen zurück in den Stall scheuchen. Es sind uns also – wohl auch dank des Einsatzes des Hahns – drei Hennen geblieben. Im Moment legen diese drei Hennen ausreichend Eier, aber wir spielen mit dem Gedanken, den Brutapparat herauszuholen und vielleicht sechs Eier ausbrüten zu lassen. Denn der nächste Fuchs kommt bestimmt. Der nächste Schnee übrigens auch. Sooft wie in diesem Winter haben sich grün und weiß rund ums Haus noch nie abgewechselt.

Jackson und die Hühner
Eigentlich sieht Quinta ja ganz munter in die Welt

Elvira, unser jüngstes, schwarzes Schaf, könnte übrigens durchaus noch trächtig sein. Der Bock hatte bis in den November Gelegenheit, eher er mit Buddy in sein Winterquatier gekommen ist. Es bleibt also bis in den April spannend, wenn man zum Füttern in den Schafstall kommt. Quinta wird hoffentlich bald genauso herumtollen wie der Rest der Bande. Dann steht die nächste Herausforderung an. Denn die Lämmer müssen lernen, Abstand vom Weidezaun zu halten. Erst dann kann der Auslauf entsprechend vergrößert werden. Bis dahin werden sich aber wohl noch ein paar Mal grün und weiß abwechseln.

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Jetzt sind es schon Drei

Jetzt sind es schon Drei

Nach Courage ist Aiko danieder gekommen. Zwillinge: Mavis und Denisovic. Das Mädchen ist noch etwas zurückhaltender, aber nach zwei Tagen auf der Welt wird schon fast so viel herumgetollt wie Caesar.

Noch geht es bei den drei nur um Muttermilch und darum die Welt zu entdecken. Ungestört beobachten können wir die Lämmer am besten, wenn die Mütter und Tanten abgelenkt sind und sich die Mägen mit Heu vollschlagen. Die Aussicht auf frisches Grün ist angesichts des Schnees, der gestern und heute gefallen ist, wieder vorbei – aber wir haben ja auch erst Anfang Februar, auch wenn man das nach fünf Tagen Dauerregen und milden Temperaturen fast vergessen konnte. Das viele Nass hat unsere Quelle übrigens wieder zum Sprudeln gebracht.

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Kommt der Schnee, kommt auch das erste Lamm

Kommt der Schnee, kommt auch das erste Lamm

Keine vereiste sondern eine zugeschneite Quelle

Zwei Tage befriedigte der Schnee das allgemeine idealtypische Gefühl des Winters; zwei Tage durfte/musste ich die Wege rund ums Haus frei schippen, die Solarzellen vom Schnee befreien und den Platz vor den Garagen mit dem Traktor freiräumen; zwei Tage nutzten die Kinder in Neuschönau, Forstwald oder Haslach die rund 15 Zentimeter weißen Pulvers, um mit den Schlitten die kleinen Hänge hinunter zu düsen und den Berg wieder hinauf zu stapfen. Ab heute Nacht ist es wohl vorbei mit der weißen Pracht. Es soll die nächsten fünf Tage durch regnen.

Es ist nicht so, dass der Boden im Nationalpark Bayerischer Wald nicht dringend Wasser gebrauchen könnte; unsere Quelle läuft nur noch als kleines Rinnsal in den Wasserbottich – meist unter dem Eis hindurch, da dieser die meiste Zeit zugefroren war. Angesichts der Temperaturen in der Nacht in der Regel weit unter dem Gefrierpunkt war bish jetzt auch die Erde hart wie Eis und konnte deshalb kein Wasser aufnehmen. Wenn es also die nächste Woche so ausgiebig regnen muss, dann doch bitte bei echten Plusgraden, die den Boden auftauen und für das Wasser empfänglich werden lässt.

Die Tanten und potentiellen Mütter

Mit der ersten, richtigen Menge Schnee in diesem Winter kam auch unser erstes Lamm der diesjährigen Saison (spät aber doch;-). Vielleicht hat den kleinen Bock der Schnee interessiert, so dass er in der Nacht die sichere, aber schon ein wenig enge Bauchhöhle der Mutter verlassen hat. Courage, das Mutterschaf, benimmt sich wie eine vorbildliche Mutter, nachdem es bei den letzten Geburten nicht so einfach verlaufen ist. Mal sehen, welche der Mütter die nächste ist; oder ob unsere Geduld erneut auf eine ausgiebige Probe gestellt wird. Wir werden sehen…

Frisch „geschlüpft“

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Advent

Advent

Fast pünktlich zum 3. Advent ist die Bergerau wieder mit Schnee bedeckt. Nach vier Wochen schneefreiem Herbstwetter, das manchmal auch nach Frühling aussah, seit gestern wieder Weißes vom Himmel. Den Traktor gestartet und los. Anbei ein paar Fotos und Videos von Peters fleißiger Schneeräumaktion heute Vormittag.

Mittlerweile ist es später Nachmittag. Die Sonne ist schon hinter St. Oswald verschwunden. Statt weißer Flocken gab es für uns die letzten Stunden von oben nur noch kleines, fliegendes Wasser. Es weht ein kräftiger Wind und die Schneefallgrenze hat sich hinauf verschoben. Für uns bleibt schwerer Matschepappschnee. Aber immerhin, es sieht schön aus.

Noch lassen sich die schwankenden Baumspitzen und die Wolkenberge beobachten, die über uns hinweg eilen. Aber gleich wird es dunkel draußen sein. Das Feuer im Küchenofen ist frisch entfacht, der Wasserkessel aufgestellt. Noch ein paar Lichter eingeschaltet und ein gemütlicher Winterabend kann beginnen.

Jackson nimmt die Vorweihnachtszeit ganz entspannt. Möge er uns ein Vorbild sein.

Euch allen da draußen einen schönen 3. Advent und allzeit gute und sichere Fahrt auf Euren Wegen!

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Winter has arrived – temporary

Winter has arrived – temporary

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