Eine neue Mitbewohnerin und frisch frisierte Schafe

Eine neue Mitbewohnerin und frisch frisierte Schafe

Haru heißt Frühling auf Japanisch. Und da wir uns vorgenommen hatten, im Frühling unseren Tierbestand um eine Katze zu erweitern, bot es sich irgendwie an nach Hanabi (Feuerwerk) für unseren Hund wieder auf ein japanisches Wort zurückzugreifen. Als die Schildpatt-Katze aus der ehemaligen Hanabi-Box heraus die ersten Schritte durch unsere Scheune ging, waren wir überzeugt: das passt.

Dort wird Haru die nächsten zwei Wochen bleiben, bis sie sich eingewöhnt und alle Plätze inspiziert hat. Dann hat sie sich hoffentlich auch an uns gewöhnt und ihr neues Zuhaus akzeptiert, das immerhin ein sicheres Dach über dem Kopf und Futter bietet. Damit wäre die Voraussetzung gegeben, damit wir die kleine Luke am unteren Ende der Scheunentür öffnen können, so dass Haru jederzeit hinaus und wieder hinein wandern kann. Dann geht es vielleicht auch den Wühlmäusen an den Kragen, nachdem sie hoffentlich zuvor die Mäuse vertrieben hat, die es sich in unserer Scheune allzu bequem gemacht haben. Der erste Eindruck beim Spiel mit der Feder an einer Bambus-Stange lässt vermuten, dass Haru das Mäusefangen durchaus praktiziert hat in ihrem bisherigen Leben. Nach Aussage des Tierheims dürfte sie vier Jahre alt sein.

Als Silke Anfang der letzten Woche im Tierheim Wollaberg bei Waldkirchen war, kam die nette Katzenverantwortliche auf die Idee uns Haru (damals hieß die Katze noch Pina) anzubieten. „Pina versteht sich nicht mit anderen Katzen und bestimmt selbst, wann sie gestreichelt werden kann. Wer darauf nicht hört, bekommt schnell eine gewischt“, war der klare Hinweis. „Grundsätzlich ist sie Menschen gegenüber aber aufgeschlossen.“

Damit war die Sache schon fast beschlossen, aber ich wollte zumindest bei einem persönlichen Besuch herausfinden, ob sie mir ins Gesicht springt oder uns eine Chance gibt. Wir fuhren also noch einmal nach Wollaberg und waren von Haru (Pina) begeistert; zumal wir unser neuen Mitbewohnerin die ganze Scheune als ihr Reich anbieten können. Für Sofa und Bett haben wir ja Hanabi, unsere 15-jährige Jack-Russel-Dame, die früher jede Katze versucht hätte, zur Strecke zu bringen, mittlerweile aber schon um die Hühner einen Bogen macht. Wir hoffen also, dass Haru und Hanabi sich aus dem Weg gehen werden, nachdem Haru Hanabi erst einmal eine gewischt hat – das wird wohl leider nicht zu vermeiden sein, wenn beide frei um unser Haus in der Bergerau herumstreichen dürfen.

Angesichts der endlich wärmeren Temperaturen war heute auch genau der richtige Zeitpunkt, damit der Schafscherer unsere sechs Tiere von ihrer Wolle befreit. Die sechs Lämmer dürfen noch bis zum Sommer in ihrem Kleid herumlaufen. Ihre Mütter aber sind zwar sichtlich irritiert ob dieser Aktion aber froh, endlich das juckende Fell losgeworden zu sein.

 

 

 

Eine gute Stunde hat der Schafscherer gebraucht, ehe Klauen geschnitten, Wolle entfernt und die Tiere entwurmt waren. Angesichts des kalten Windes und des fehlenden Beinkleids mussten sie sich dann allerdings noch einmal mit Heu im Stall begnügen, ehe sie morgen dem frischen Grün rund ums Haus zu Leibe rücken dürfen. Vielleicht kommt jetzt ja wirklich der Frühling (Haru ist schließlich schon da;-).

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