Autor: PKujath

geboren 1972, seit 1995 Mitarbeiter des Bayerischen Rundfunks, von 2007 bis 2013 ARD Hörfunkkorrespondent für Ostasien mit Sitz in Tokio, seit August 2014 langsamer Rückzug in den Bayerischen Wald
Jetzt ist wirklich Frühling – hoffentlich

Jetzt ist wirklich Frühling – hoffentlich

Es sah ja schon einmal so aus, als ob sich die Sonne gegen den Schnee durchsetzen würde. Und die ersten Frühlingsboten ließen nicht lange auf sich warten.

Die Wärme verleitete uns zur ersten Aussaat im Gewächshaus, auch wenn ich noch nicht recht überzeugt aussehe. Aber das hatte weniger mit einer zutreffenden Einschätzung der Witterung zu tun, als mit einer ordentlichen Skepsis und Unsicherheit, was die ersten selbst in die Erde gebrachten Samen angeht. Angesichts meiner fehlenden Erfahrung konnte/kann ich dabei auch erst einmal nur alles falsch machen.  Immerhin habe ich mittlerweile die kleinen Salatschößlinge umpflanzen können. Über Ostern kam dann aber zuerst einmal der Winter zurück.

Ohne Photo – Schneebilder gab es nun wirklich genug

Eine Woche später ist der Spuk zum Glück vorbei und dieses Mal kommt der Frühling hoffentlich wirklich. Zumindest ist es jetzt an der Zeit, größere Pflanzen willkommen zu heißen.

Blick zur kleinen Ohe...
Blick zur kleinen Ohe…

Bei der Baumschule Fröml in Sonndorf hatten wir bereits im Herbst unsere kleinen Obstbäume ausgesucht, zum Waidlerhaus gebracht und eingepflanzt. Noch fehlen Blätter, aber wir sind zuversichtlich, dass sie austreiben werden. Da in den Monaten September, Oktober, November unsere nette, alte Brücke über die kleine Ohe (dank der Fördermittel aus Brüssel) in ein Beton- und Stahlkoloss mit ausgeprägter Leitplankenkultur verwandelt wurde,

der Grund für einen Baum
der Grund für einen Baum ist hinten rechts zu erkennen

 

braucht es dringend einen Kontrapunkt. Passend zur Umgebung wollten wir einen Bergahorn und den gab es tatsächlich mit 10 Jahren in einer bereits stattlichen Größe. Allerdings wirkt er auf den Weiten unserer Feuchtwiese dann doch etwas verloren. Angeliefert von der Firma Fröml lag es „nur noch“ an uns, den Baum in ein selbst gegrabenes Loch zu rollen.

Es sieht nach wenig aus, aber das Loch war wohl einen halben Meter tief und der Boden an dieser Stelle nicht gerade weich…

Einen Baum zu pflanzen, hat ja angeblich eine ähnliche Bedeutung wie ein Kind zu zeugen – behaupten einige. Uns wurde zumindest bewusst, dass wir wahrscheinlich den Moment gar nicht mehr erleben werden, wenn das dichte Blätterwerk „unseres“ Bergahorns tatsächlich die Brücke über die kleine Ohe verdecken wird. Aber vielleicht gibt es in 40 Jahren die Straße auch gar nicht mehr, weil der Individualverkehr tatsächlich abgeschafft wurde.

Während unserer Aktivitäten buddelte Hanabi ihre eigenen Löcher und ich will nicht wissen, wie viele Mäuse unser Hund verspeist hat.

Frühling bedeutet auch wieder dreckige Pfoten

Ihre Pfoten sahen auf jeden Fall so aus, als ob das Pflanzloch für unseren Baum allein auf ihr Konto gegangen wäre. Die nächsten Monate heißt es also wieder Füße sauber machen, bevor es im Haus etwas zu fressen gibt.

aber ich bin alt und lass mir das mittlerweile gefallen

Dafür ist unsere kleine Quelle vor der Haustür ideal. Der Hund wird zum Wassertreten kurz hinein gehalten und dann abgetrocknet. Beides nicht wirklich zu Hanabis Vergnügen.

Zeigt her eure Pfoten...
Zeigt her eure Pfoten…

 

 

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Winter Impressionen

Winter Impressionen

Ein Spaziergang am Samstagnachmittag mit Hund

Und wenig Menschen aber viel Landschaft

Aber welcher Hügel gehört eigentlich zu welchem Ort?

Anfang Februar wird es zum Glück nicht mehr ganz so früh dunkel

Rückblick: Kurz nach dem Schneefall…

…konnte man endlich genussvoll Langlaufen

Und als die Sonne dazu kam, war die Begeisterung bei Mensch und Hund groß

Und lockte zu Ausflügen

Siehe Anfang des Beitrags;-)

 

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Phase 1 beendet

Phase 1 beendet

Es sind dann doch 800 Kilogramm Altes zusammengekommen, die in drei Fuhren mit unserem Anhänger auf dem Sperrmüll landeten. Doch pünktlich zum Ende meines Urlaubs sind die Renovierungsarbeiten weitgehend abgeschlossen. Alle Zimmer sind in Besitz genommen, tragen unsere Züge und wir fühlen uns Zuhause.

 

Jetzt beginnt Phase 2, unsere Aufbauphase am Waidlerhaus. Zu meinem Geburtstag hat mir Silke im Vorgriff auf das, was da kommen wird, einen Miniaturstall mit Tieren geschenkt.

Noch sind Stall aus Holz und die Tiere aus Plastik - Ende 2015 wird vielleicht so die Außenwelt des Waidlerhauses aussehen;-)
Noch sind Stall aus Holz und die Tiere aus Plastik – Ende 2015 wird vielleicht so die Außenwelt des Waidlerhauses aussehen;-)

Die Kuh steht vorsichtshalber auf dem Fensterbrett, denn die ist für unsere Feuchtwiesen definitiv zu schwer, aber Hühner, Ziege und Schafe könnten Ende 2015 Wirklichkeit sein. Wir werden es sehen. Gedanklich sind wir auf jeden Fall schon dabei, Hanabi mit ihren neuen Hofgenossen anzufreunden und über den Kreislauf des Lebens nachzudenken. Denn Tiere halten heißt in unserem Fall auch, dass wir nicht nur die Eier nutzen wollen sondern für unseren eigenen Bedarf auch alles andere.

Jetzt heißt es aber erst einmal die beiden Leben in München und im Bayerischen Wald unter einen Hut zu bringen und in beiden Welten sich gerne zu bewegen.

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Tägliche Aufgaben im Winter

Tägliche Aufgaben im Winter

Hanabi wirft einen skeptischen Blick vor dem Morgenspaziergang auf den Schnee
Hanabi wirft einen skeptischen Blick vor dem Morgenspaziergang auf den Schnee

Wie für alle Hundebesitzer ist es auch für uns die erste Pflicht an jedem Morgen, den Hund spazieren zu führen. Angesichts unserer Umgebung hier im älteren Teil des Nationalparks Bayerischer Wald ist das in der Regel ein großes Vergnügen. Eine Einschränkung betrifft weniger das Wetter als die Laune unseres Hundes: denn Hanabi hat mittlerweile (sie ist ja immerhin schon eine 13-jährige Hundedame) keine Lust mehr auf tiefen Schnee – schon gar nicht am Morgen. Aber es hilft nichts. Die Wege sind nicht geräumt und werden es auch nicht sein, wenn wir es nicht selbst erledigen. Also fest eingemummelt, denn die weißen Flocken fallen noch immer vom Himmel und dann den widerstrebenden Hund nach draußen gezogen.

Schon jetzt ist klar, dass die Aufgabenliste mit dem morgendlichen Hundespaziergang noch nicht abgearbeitet ist. Die 20 cm Neuschnee bedeuten: Schneeschaufeln ums Haus herum, dann die Solarzellen auf dem Garagendach vom Schnee befreien und zuletzt mit dem Traktor den Weg von den Garagen bis zur Straße freiräumen.  Auch wenn die Sonne nicht nur wegen der frühen Stunde kaum zu erkennen ist, müssen wir auf die Kraft der Sonnenstrahlen setzen, um Licht im Haus zu haben, die Waschmaschine anstellen zu können oder Musik zu hören. Wir sind hier im Waidlerhaus nämlich nicht ans Stromnetz angeschlossen. Stattdessen haben wir eine Batterie in einer der Garagen stehen und Solarzellen auf dem Dach.

Nachdem der Hund versorgt ist, wird die Leiter und die umgedrehte Schneeschaufel mit Gummiaufsatz aus der Garage geholt und dann geht es Paneele für Paneele darum, das Silizium und seine  schützende Schicht wieder freizulegen.

Nach der Arbeit das Vergnügen: in diesem Fall mit einem technischen Hilfsmittel. Der Traktor soll zwar ab dem Frühsommer auf den Wiesen und rund ums Haus dem Grün zu Leibe rücken, aber mit einem Schneeschieber kommt er schon jetzt zum Einsatz. Und das Schneeräumen macht auf einmal richtig Spaß.

Silke bei ihre Lieblings-Winterbeschäftigung
Silke bei ihre Lieblings-Winterbeschäftigung

 

Die Arbeitsverteilung ist übrigens zufällig und die Fotos eher der Frage geschuldet, wer gerade das Smartphone wann zur Hand hat. An diesem Morgen war ich mit Traktorfahren dran, aber es fehlte das Bild und auch das Video…

Die ganze Aktion rund um den Schnee hat übrigens rund anderthalb Stunden gedauert. Der Hund freute sich über das freie Stück Land und nutzte die Eiskruste um sich ordentlich den Rücken zu schubbern.

20150105_113138Währenddessen fallen die Schneeflocken weiter und es ist bereits abzusehen, dass der Kampf gegen den Schnee nur kurzzeitig gewonnen ist. Aber das gehört einfach dazu und noch können wir das alles mit viel Freude bewerkstelligen.

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