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Die Weidesaison hat begonnen

Die Weidesaison hat begonnen

Glückliche Schafe, wenn wir ihnen frisches Grün anbieten

und die Schafe sind zufrieden – zumindest dann, wenn wir ihnen neues Grün abgesteckt haben. Ein Zwei- Zäune-Areal reicht allerdings nur für einen Tag, ehe wieder aus voller Kehle gebäht wird. Denn das Gras spriest noch nicht wirklich üppig auf der Wiese. Aber es scheint besser zu schmecken, als das staubige Heu, das es die letzten vier Monate über zu essen gab.

Hier waren die Schafe schon

Jetzt während der Eisheiligen war die Kälte vor allem den Lämmern mehr als willkommen. Denn die haben noch ihre Wolle auf dem Rücken und wenig Lust auf die heißen Sonnenstrahlen und auch nicht auf Insekten. Als es Mitte April schon beinahe sommerlich anmutete, fanden das die Mücken und Fliegen prima, so dass die Schafe mit gesenktem Kopf herum standen und genervt mit den Klauen aufstampften, während sie das wenige Gras und die vielen Buschwindröschen am Waldrand abfraßten.

Jetzt ist die Strecke von ihrem Schafstall zur Kleinen Ohe deutlich zu erkennen, die sie bereits abgeweidet haben. Seit dem Regen Ende April trägt unsere Feuchtwiese ihren Namen wieder zurecht. Da die Schafe lieber auf trockenem Boden schlafen, suchen wir für den Wagen, der als ihr Unterstand dient, immer eine passenede Stelle. Solange es in Richtung Kleine Ohe ging, konnten wir den Wagen per Hand ziehen, zurück Richtung Haus geht es leicht bergauf und es empfiehlt sich den Traktor vorne anzuhängen.

Frostschaden

Während die Schafe die Kälte genießen, war der Frost in den letzten Nächten für unsere Kartoffelpflanzen zu viel. Temperaturen unter Null sind einfach ihre Sache nicht. Ich hoffe sehr, dass die Kartofffelstückchen unter der Erde noch genügend Kraft haben für einen weiteren Trieb. Sonst fällt die Ernte im Herbst spärlich aus.

Erbsen und dicke Bohnen hingegen haben die kalten Nächte ebenso gut überstanden wir unsere beiden Rhabarber-Blättchen, die hoffentlich im nächsten Jahr ausreichend groß sind zum Ernten.

Haru und die Hühner interessieren sich nicht besonders für das Wetter. Beide Tierarten machen ihr Ding, auch wenn Haru für eine Katze erstaunlich anhänglich ist sie deshalb bei unserem abendlichen Picknick auf unserer Bank am Waldrand auf jeden Fall dabei sein wollte. Wir müssen zugeben, sie ist auch viel besser geeignet als Jackson oder Hanabi für so eine Aktion. Die beiden mussten – in getrennten Zimmern – drinnen bleiben, während wir Mitte April die belegten Brote, Karotten und Oliven in der warmen Abendsonne genießen konnten. Haru interessierte sich mehr für Streicheleinheiten, die Kamera, aber nicht für unser Essen – wie angenehm im Vergleich zu unseren Hunden, die sich entweder für das bereits erlegte Essen auf unseren Tellern oder das noch frei herumlaufende, potentielle Essen im Wald hinter uns intressieren, aber kaum eine Sekunde still sitzen können, obwohl Hanabi mit ihren 17 Jahren eigentlich ihre wilde Zeit hinter sich haben müsste.

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Alle Lämmer sind schon da…

Alle Lämmer sind schon da…

Die zwei Nachzügler

Am 10. und 11. Februar kamen die beiden Nachzügler zur Welt. Damit sind es insgesamt fünf Lämmer, die gemeinsam durch den Stall toben. Wie oft haben wir in diesem Winter am Morgen die Stalltür geöffnet in der Erwartung, dass Nachwuchs eingetroffen ist. Und wie oft mussten wir feststellen, dass wir mal wieder zu ungeduldig waren. Nachdem das Lammmädchen und der kleine Lammbock die letzten Tage schon ein wenig gewachsen sind, ist die Spannung beim morgendlichen Füttern der Freude gewichen, dass unsere Schafe mit einer Ausnahme alle gute Mütter sind. Courage hatte leider als erste ein totes Lamm geboren.

und die restlichen drei Lämmer

Es bleibt auch nach dem vierten Mal faszinierend, dass die Natur es vermag, aus dem mageren Heu und Wasser fertige Lämmer hervorzubringen, die von ihren Müttern trocken geleckt sofort der Kälte des Winters trotzen können. Allerdings finden sie es in der Sonne durchaus auch schön.

Dürfen wir auch mitessen

Das schwarze Lamm bevorzugt einen Platz auf dem Rücken eines liegenden Schafs, wenn dieses zufrieden wiederkäut. Aber natürlich nicht wenn der Fotoapparat in der Nähe ist. Dafür wird zumindest schon so getan, als ob man am Heu partizipieren wollte.

Und wer noch nicht genug von Lämmer-Bildern hat…

Kommst Du nicht nach?

Dabei haben wir auch noch andere Tiere, die ihre Aufmerksamkeit haben wollen. Jackson würde am liebsten wie im Sommer auch über die Wiese tollen und mit uns Frisbee spielen, aber im Gegensatz zu ihm sinken wir einfach zu tief ein. Morgens beim langen Spaziergang durch die Winterlandschaft habe ich mit Schneeschuhen immerhin eine ähnliche Gewichtsverteilung hinsichtlich der aufliegenden Fläche, aber es ist wohl keine Frage wer wen zieht.

Hier bin ich und warte

Wenn man aber mal seine Hilfe braucht oder besser die seiner großen Pranken, dann wird nur alibihalber ein bisschen mit der Vorderpfote gekratzt. Dabei haben wir immer noch reichlich Schnee, den die Frühlingssonne aber anfängt aufzuweichen.

Die Aufgabe: einen Weg zum Gewächshaus schaufeln

Ich würde sagen, auch im zusammengesackten Zustand beträgt die Schneehöhe noch gut einen Meter rund ums Haus. Vor zwei Tagen musste ich noch einmal mit Traktor und Schneeschaufel zehn Zentimeter Neuschnee beseitigen. Und die Solarpanelen musste ich in diesem Winter so oft von Schnee befreien wie in den vergangenen vier Jahren nicht. Dafür haben die letzten beiden Sonnentage ausgereicht, unsere Batterie wieder auf 100 Prozent zu bringen. Die Hühner sind angesichts des Schnees zurückhaltend und bewegen sich vor allem rund ums Haus auf den geschippten Wegen.

Winterhaus mit Hühnern

Man muss allerdings schon sehr genau hinschauen, um rechts am Haus den Hahn vor der Stalltür zu entdecken. Dafür ist die Ansicht von unserem Haus in schwarz und rot in der Winterlandschaft einfach schön.

Vorgarten versunken im Schnee

Bei meinem kurzen Spaziergang mit Hanabi konnte man zudem den Rauch aus dem Kamin kerzengerade in den Himmel steigen sehen, während der halbe Mond schon über dem Waldrand stand. Hanabi hält sich am liebsten oben im Bett auf. Dank eines Östrogen-Präparats ist ihre Inkontinenz auch deutlich zurückgegangen.

Da noch Schnee auf dem Dach liegt, hat Haru wenig Sonne und zieht es ohnehin vor nachts auf Mäusejagd in der Scheune oder im Schafstall zu gehen. Deshalb sei ihr an dieser Stelle unser Dank ausgesprochen 😉

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