Echter Winter mit viel, viel Schnee

Echter Winter mit viel, viel Schnee

Kalt ist es ja schon lange. Ich glaube, wir haben seit Anfang Dezember minus Grade (mehrmals zweistellig, einmal sogar minus 22 Grad). Das sorgte für eine tief gefrorene Unterlage, auf die seit zwei Wochen immer wieder Schnee fällt. Mittlerweile dürfte die weiße Pracht auf knapp einen Meter angewachsen sein.

Also haben wir mit jeder Schaufelrunde die Gänge rund ums Haus im Schweiße unseres Angesichts tiefer werden sehen, während die Berge rund um das Garagenareal und den Weg zur Straße wuchsen.

Mit dem Traktor auf der Eisfläche zu rangieren und den Schnee hin und her zu schieben, macht noch immer Spaß. Dennoch wäre es schön, wenn der Schnee jetzt eine Pause einlegen würde. Die Solarpanelen haben wir immer wieder in der Hoffnung vom Schnee befreit, sie könnten ihren Dienst tun, sollte sich der runde Feuerball einmal am Himmel zeigen, um dann doch unsere Strom-bringende Batterie mit Hilfe des Diesels über 40 Prozent Ladung zu bekommen.

Der Weg zur Quelle

Kurz kam die Sonne heute heraus, um dann gleich wieder hinter einer Schneewand zu verschwinden. Ich bin trotzdem los gelaufen. Dieser echte Winter macht das Langlaufen möglich, zumindest was die Schneemenge angeht. Denn die Spur wird zwar regelmäßig präpariert, das reicht aber angesichts der vielen Schneeschauer nicht aus, damit der Langläufer nicht selbst ein wenig Schneepflug spielen muss. Da die Temperaturen derzeit nur noch knapp unter null Grad sind, bedeutet das leider auch, dass der Schnee ordentlich pikt (an der Unterseite der Ski kleben bleibt).

Schon wieder liegt eine feine Schneeschicht auf dem Weg zur Straße

Zwei Drittel der Strecke ging es durch dichtes Schneetreiben, dann rissen die Wolken an ein paar Stellen auf, um kurz den Blick auf den Himmel frei zu geben. Tief hängende Wolken schoben sich an anderer Stelle wieder zusammen, angestrahlt von der nur noch knapp über dem Horizont stehenden Sonne. Der Grad zwischen Lusen und Rachel war ebenfalls kurz zu sehen: weiße Bäume auf weißem Grund unterbrochen durch ein paar schwarze Stämme. Dann ergoßen sich die Wolken wieder über den Kamm die Hänge hinab, so dass bei meinem letzten Stück der Langlauf-Runde in Altschönau von den unmittelbar dahinterliegenden Bergen nichts mehr zu sehen war.

Als ich zurückkam, machte sich Silke gerade dran,  den dazugekommenen Schnee-Zentimetern erneut mit dem Traktor zu Leibe zu rücken, damit ich morgen in aller Früh mit dem Auto zumindest unser Stück Weg ungehindert befahren kann.

Morgen muss ich nach Köln und der Zug macht schon um 5.43 Uhr in Plattling Station. D.h. ich muss wohl um 4.30 Uhr, die Winterwunder-Landschaft verlassen – und die Schafe, die wohl in den nächsten Tagen lammen werden,

…und die Hühner, die angesichts der weißen Pracht keine Lust haben hinaus zu gehen, selbst wenn die Stallpflicht wegen der Vogelgrippe aufgehoben wäre,

…und Hanabi, die auf einmal ihr Futter nicht mehr verträgt und jetzt von uns mit Lamm und selbstgekochten Nudeln, Reis oder Kartoffeln gefüttert wird,

Frei geschaufelter Weg vor dem Haus

…und natürlich Silke, die ich wieder sehr vermissen werde, wenn ich die nächsten Tage bei der Arbeit in Köln und München bin, aber ich darf zum Glück am Donnerstag Abend mit dem Zug nach Plattling fahren und dann mit dem Auto weiter zu unserem Waidlerhaus im Winterwunderland.

 

 

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